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Sechs Teller mit Religionszeichen drauf und Besteck, Rechte: WDR

Wie der Glaube den Tisch deckt

Was wir essen und trinken, hängt von vielen verschiedenen Dingen ab. Unser Appetit, unsere Kultur, die Jahreszeit und auch das Angebot in den Geschäften bestimmen, was bei uns auf dem Teller landet. Auch der Glaube beeinflusst unseren Speisezettel seit Jahrhunderten, denn die unterschiedlichen Religionen verbieten und erlauben ganz bestimmte Nahrungsmittel. Am deutlichsten wird das beim Fleisch. Unter den folgenden Links erfährst Du mehr.

Spalt zwischen Milch und Fleisch, Rechte: WDR

Ist das auch koscher?

Fleisch und Speisen, die aus Milch zubereitet werden, dürfen gläubige Juden nicht zusammen essen. Denn das wäre nicht koscher, also rein und unvermischt. Damit garantiert alles koscher ist, haben streng gläubige Familien Besteck, Geschirr und Küchengeräte für Fleischiges und für Milchiges. Schweinefleisch ist im Judentum gar nicht erlaubt. Getränke aus Weintrauben müssen nach bestimmten Regeln hergestellt werden, damit sie koscher sind.

Essen jüdisch (Audio)

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Esther ist Jüdin. Für sie ist es normal, Fleisch und milchige Speisen nicht zusammen zu essen. Aber das Gummibärchen nicht koscher sind, findet sie schade.

Schild mit durchgestrichenem Schweinekopf, Rechte: WDR

Kein Schwein auf den Tisch

Im Judentum und im Islam ist Schweinefleisch verboten. Die Juden halten sich damit an ihr Gebot, dass sie nur Tiere mit gespaltenen Zehen essen dürfen, die gleichzeitig Wiederkäuer sind. Da das Schwein kein Wiederkäuer ist, wird es von den Juden nicht gegessen. Bei den Muslimen verbietet der Koran, die heilige Schrift des Islams, das Zubereiten und Essen von Schweinefleisch. Wegen seiner Vorliebe für Schlamm gilt das Schwein in beiden Religionen es als unrein.

Kuh mit Heiligenschein, Rechte: WDR

Kuh mit Heiligenschein

Im Hinduismus glauben die Menschen, dass man als Tier oder Mensch wiedergeboren wird. Deswegen essen viele Hindus gar kein Fleisch. Ein Tier verehren sie besonders: die Kuh! Sie gilt als heilig, weil der Gott Krishna mit ihr zusammen bei Hirten aufwuchs. Kuh heißt "die Unantastbare", und sie genießt im Leben der Hindus eine richtige Sonderstellung. Kühe laufen in Indien frei herum, und wenn sie mitten auf der Straße stehen bleiben, halten die Autos an.

Biber hat eine Denkblase über dem Kopf, wo ein Fisch und ein Fragezeichen drin sind, Rechte: WDR

Biber werden zu Fischen

Bei den Christen geht die Fastenzeit von Aschermittwoch bis Ostersonntag. Früher war die Fastenzeit sehr streng. Die Gläubigen sollten in dieser Zeit viel beten, sich auf Gott besinnen und 40 Tage auf Fleisch verzichten. Vielen Menschen erschien diese Zeit zu lang, und sie erklärten die Wasserbewohner Biber und Fischotter kurzerhand zu Fischen. Dadurch konnten diese Tiere selbst von Mönchen in den Klöstern während der Fastenzeit gegessen werden.

Großer Buddha mit Fragezeichen, Rechte: WDR

Hier fasten oft nur die Mönche

Im Buddhismus gibt es eigentlich keine streng geregelte Fastenzeit für die Gläubigen. Häufig ziehen sich aber die buddhistischen Mönche für drei Monate in einen Tempel oder ein Kloster zurück, um Körper und Seele zu reinigen. Sie verzichten hierbei auf Fleisch und verbringen viel Zeit mit beten und meditieren. Oft gehen auch junge Männer ab und zu für drei Monate ins Kloster, um das bescheidene Leben der Mönche kennen zulernen.

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